Rennen 2007

  •   22.Juli

MX-Masters im tiefen Sand von Tensfeld

 

Hallo MX-Fans,

zum nördlichsten aller Master-Rennen hatten wir eine weite Anreise, aber es ist hier eine schöne Gegend. Samstag war ja auch noch das Wetter ganz in Ordnung. Ich bin gemeinsam mit Marcel an die Strecke gefahren, die aber bereits mächtig gelitten hatte, noch bevor unser erstes Training begann.

Das Pflichttraining war ganz o.k., denn mit Platz 6 in meiner Gruppe war ich noch zufrieden. Aber ich verrate Euch trotzdem, dass Sandstrecken nicht zu meinen größten Freuden gehören.
Den Samstagabend haben wir alle gemeinsam verbracht. Und da meine ich meinen Teamchef Jürgen (Scharnbach) und seine Frau Jutta und natürlich meinen Chefmechaniker Heinz und Heidi, die Eltern von meinem Freund Marcel (Dornhöfer). Es sind viele kleine Seen in der Nähe, wo wir auch spazieren waren.
Am Sonntag sind wir dann bei Regen aufgewacht. Aber diese Strecke war trotzdem noch griffig. Ich fühlte mich eigentlich ganz prima und war optimistisch, weil das Bike auch richtig gut läuft.

1. Lauf: Ich bin schnell aus meinem „Startloch“ gekommen und als Zweiter aus der ersten Kurve. Doch ein kleiner Fehler von mir hat mich gleich auf den 7. Platz zurück geworfen. Ich hatte dann zugegebenermaßen auch Probleme, meinen Rhythmus zu finden. Die Strecke ist ziemlich schnell „auseinander gebrochen“, sah also nach jeder Runde völlig anders aus und wurde immer schwieriger. Mir sind einige Fehler passiert und ich habe auch noch eine Bodenprobe genommen. Dann musste ich auch noch ganz schnell an die Box, um mir eine neue Brille zu holen. Erst zum Ende des Rennens hatte ich meinen Stil gefunden und befriedigende Zeiten gefahren. Das reichte aber leider nur noch für 2 magere Pünktchen. Na toll …!
Erstaunlich, wie schnell Marcus Schiffer, der heutige Sieger, hier unterwegs war. Er ist wirklich gut drauf!

2. Lauf: Mein Start war wieder nicht der schlechteste. Ich war auch konstant unterwegs, bis plötzlich mein Motorrad blockierte. Ich konnte einfach nicht in den Leerlauf schalten. Ich hab`s `ne halbe Ewigkeit probiert und bin dabei ganz langsam zurück in die Mechanikerbox gefahren. Also der Motor war es Gott sei Dank nicht. Vermutlich mochte mein Baby auch den Sand nicht so recht und ein Sandkörnchen oder Steinchen war Schuld an diesem Aus. Also die Strecke war inzwischen dermaßen zerschossen, dass ich auch nicht so ganz doll traurig war, mich nicht weiter mit meiner (noch miesen) Kondition dort durch `s Rennen quälen zu müssen.

Marcus Schiffer hatte gleich beim Start so perfekt ausgecheckt und die Führung nicht mehr abgegeben, so dass er diesen Lauf wohl mit fast einer Minute Vorsprung gewonnen hat.

Ich verlängere meinen Aufenthalt hier im Norden noch um 4 Tage, denn ich gebe einen Lehrgang in der Nähe von Heide. Dann sprinte ich zurück zum Hockenheim, wo die Dugmore Offroad-Schools inzwischen auch eine feste Heimstätte gefunden hat. Und deswegen habe ich da ein Freestyle-Event organisiert. Drückt mir die Daumen, dass alles klappt!

Viel Engagement stecke ich auch in die Zusammenarbeit mit Leatt Brace und den Import & Vertrieb von diesem Nackenschutz, der wahre Retter, wenn`s mal ganz dicke kommt.

Freunde, passt auf Euch auf!

Euer   

P.S.: Besondere Grüße an meine Freunde in Mecklenburg-Vorpommern, wo ich am 8. und 9. August einen Lehrgang gebe und anschließend beim "Internationalen Ostseepokal" in Wolgast starten werde! Ohhh, war das nicht auch so eine feine Naturstrecke zwischen Himmel und Hölle mit viel, viel Sand ... =) Na dann ... auf ein Neues, ich komme!!!