Rennen 2006

  •   20.Mai

ADAC MX-Masters in Reutlingen ohne mich

 

Hallo Freunde!
Kaum war ich vom Kurzausflug aus meiner Heimat Südafrika zurück, wo ich die Zeit mit meiner Familie sehr genossen habe, da war ich bereits ab Sonnabend dem 12. Mai unterwegs, um etwas Neues zu testen. So konnte ich auch leider bei der WM in Teutschenthal nicht vor Ort sein.
Doch dieses Vorhaben hatte nach einem gewaltigen Sturz schnell ein Ende. Mein linker Oberschenkel hatte schon bald den doppelten Umfang und der Ellenbogen hat ausgesehen, als klebe da ein blutiger Tennisball dran. Das Hauptproblem war aber mein Kopf, mit dem ich aufgeschlagen bin. Wohl oder übel, ich musste ins Krankenhaus, wo man feststellte, dass sich im Oberschenkel ein ¾ Liter Blut angesammelt hatte. So musste ich gleich 2 Tage in der Klinik bleiben.
Länger krank sein, ging nun wirklich nicht, denn ich hatte bereits am Donnerstag und Freitag einen Lehrgang in Nassweiller. Aber das Bein hat ziemlich geschmerzt, sage ich Euch! Und beim Springen habe ich mir dann auch noch irgendwie den Hals verdreht. Also da war ich langsam pappensatt!
Am Samstag bin ich noch bei Tunergott Hubi Hoffmann vorbei, um ein Fahrwerk für das Master in Reutlingen abzuholen. Das war nämlich mein nächster Renntermin und dieser stand unter nun wirklich gar keinem guten Vorzeichen. Die Strecke war tiptop in Ordnung. Der Regen hatte der für gewöhnlich harten Bahn einen ungewohnten Gripp gegeben.
Mein Kopf und mein Bein (auhaa…) hatten mich wieder einigermaßen lieb, denn in meiner Qualigruppe kam ich auf Rang 8, was ganz o.k. war. Und ich fühlte mich danach auch noch ganz in Ordnung.
Vanessa war auch an der Strecke und ist mit der 110er Kawa dort rumgegurkt. Ich wollte früh schlafen gehen. Aber da waren plötzlich alle Schmerzen zurück! Da ging bald gar nichts mehr und wir mussten noch den Krankenwagen rufen, weil alle es schon mit der Angst bekommen haben. Besonders das Genick machte mir echte Sorgen. Nach dem Röntgen, wo sich ein Schleudertrauma auf den Bildern abzeichnete, bekam ich gleich eine Halskrause. Ich wusste, dass nun die Rennen für mich endgültig gelaufen waren. Da war ich nicht gerade glücklich! Mit `nem Taxi bin ich aber trotzdem an die Strecke, um zuzuschauen. Und das war spannend. Schon im ersten Rennen gab es schöne Szenen im Kampf um die Spitze.
Florent Richier, von mir Franz genannt, war schon weit vorne gut unterwegs, als nach 25 Minuten der noch durch sein Schlüsselbein angeschlagene Max Nagl ganz konzentriert und clever sich die Führung holte. Er ist in diesem Jahr einfach mental und körperlich bestens drauf. Auch unser Jens Wiedemann, der mich in den letzten Kursen unterstützt hat, war prima unterwegs, wie natürlich auch Dennis Schröter und Daniel Siegel.
Den 2. Lauf konnte ich nur aus dem Lautsprecher verfolgen, weil ich mich in den Bus setzen musste, so weh tat mein Bein. Doch es war ein spannendes Hörspiel, was die Hauptdarsteller Max (Nagl) und Kornel (Nemeth) auf dem Track boten. Leider hatte Kornel dann kurz vor Schluss richtig Pech, als seine Maschine streikte. Doch auch gerade Markus Schiffer, der Schnellste aus dem Zeittraining, war erneut so schnell unterwegs, dass er sich nach einem völlig verkorksten Start vom Ende des Feldes noch bis auf Rang 5 vorarbeiten konnte! Einfach Wahnsinn!

War schon ein geiler Renntag, leider ohne mich!
Am Wochenende bin ich bei meinem Heimatclub beim Hessen-Cup. Leider wohl wieder nur als Zuschauer, aber ich freue mich trotzdem darauf.

Also Leute, haltet die Ohren steif und genießt das gute Wetter. Ich schwitze derweil unter meiner Halskrause.