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Hallo Freunde!
Kaum war ich vom Kurzausflug aus meiner Heimat Südafrika zurück, wo ich
die Zeit mit meiner Familie sehr genossen habe, da war ich bereits ab
Sonnabend dem 12. Mai unterwegs, um etwas Neues zu
testen. So konnte ich auch leider bei der WM in Teutschenthal nicht vor
Ort sein.
Doch dieses Vorhaben hatte nach einem gewaltigen Sturz schnell ein Ende. Mein linker
Oberschenkel hatte schon bald den doppelten Umfang und der Ellenbogen
hat ausgesehen, als klebe da ein blutiger Tennisball dran. Das
Hauptproblem war aber mein Kopf, mit dem ich aufgeschlagen bin. Wohl
oder übel, ich musste ins Krankenhaus, wo man feststellte, dass sich im
Oberschenkel ein ¾ Liter Blut angesammelt hatte. So musste ich gleich 2
Tage in der Klinik bleiben.
Länger krank sein, ging nun wirklich nicht, denn ich hatte bereits am
Donnerstag und Freitag einen Lehrgang in Nassweiller. Aber das Bein hat
ziemlich geschmerzt, sage ich Euch! Und beim Springen habe ich mir dann
auch noch irgendwie den Hals verdreht. Also da war ich langsam
pappensatt!
Am Samstag bin ich noch bei Tunergott Hubi Hoffmann vorbei, um ein
Fahrwerk für das Master in Reutlingen abzuholen. Das war nämlich mein
nächster Renntermin und dieser stand unter nun wirklich gar keinem guten
Vorzeichen. Die Strecke war tiptop in Ordnung. Der Regen hatte der für
gewöhnlich harten Bahn einen ungewohnten Gripp gegeben.
Mein Kopf und mein Bein (auhaa…) hatten mich wieder einigermaßen lieb,
denn in meiner Qualigruppe kam ich auf Rang 8, was ganz o.k. war. Und
ich fühlte mich danach auch noch ganz in Ordnung.
Vanessa war auch an der Strecke und ist mit der 110er Kawa dort
rumgegurkt. Ich wollte früh schlafen gehen. Aber da waren plötzlich alle
Schmerzen zurück! Da ging bald gar nichts mehr und wir mussten noch den
Krankenwagen rufen, weil alle es schon mit der Angst bekommen haben.
Besonders das Genick machte mir echte Sorgen. Nach dem Röntgen, wo sich
ein Schleudertrauma auf den Bildern abzeichnete, bekam ich gleich eine
Halskrause. Ich wusste, dass nun die Rennen für mich endgültig gelaufen
waren. Da war ich nicht gerade glücklich! Mit `nem Taxi bin ich aber
trotzdem an die Strecke, um zuzuschauen. Und das war spannend. Schon im
ersten Rennen gab es schöne Szenen im Kampf um die Spitze.
Florent Richier, von mir Franz genannt, war schon weit vorne gut
unterwegs, als nach 25 Minuten der noch durch sein Schlüsselbein
angeschlagene Max Nagl ganz konzentriert und clever sich die Führung
holte. Er ist in diesem Jahr einfach mental und körperlich bestens
drauf. Auch unser Jens Wiedemann, der mich in den letzten Kursen
unterstützt hat, war prima unterwegs, wie natürlich auch Dennis Schröter
und Daniel Siegel.
Den 2. Lauf konnte ich nur aus dem Lautsprecher verfolgen, weil ich mich
in den Bus setzen musste, so weh tat mein Bein. Doch es war ein
spannendes Hörspiel, was die Hauptdarsteller Max (Nagl) und Kornel (Nemeth)
auf dem Track boten. Leider hatte Kornel dann kurz vor Schluss richtig
Pech, als seine Maschine streikte. Doch auch gerade Markus Schiffer, der
Schnellste aus dem Zeittraining, war erneut so schnell unterwegs, dass
er sich nach einem völlig verkorksten Start vom Ende des Feldes noch bis
auf Rang 5 vorarbeiten konnte! Einfach Wahnsinn!
War schon ein geiler Renntag, leider ohne
mich!
Am Wochenende bin ich bei meinem Heimatclub beim Hessen-Cup. Leider wohl
wieder nur als Zuschauer, aber ich freue mich trotzdem darauf.
Also Leute,
haltet die Ohren steif und genießt das gute Wetter. Ich schwitze derweil
unter meiner Halskrause.
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