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Vorfreude, schönste Freude ... Dortmund adé!
Hallo Leute, bei mir war es gestern nicht so gut. Doch dazu später!
Ich bin ja am Donnerstag schon sehr früh
angereist. Ich hatte eine neue Idee mit dem Aufbau unseres Standes. Und
ein Freund von mir, der Klaus Bremse, hat mir dann dabei geholfen,
nämlich ein 2-stöckiges Fahrerlager aufzubauen. Das sieht sehr gut aus
und hat nicht nur mir gefallen. Ich konnte schon die Strecke testen und
wurde dabei von vielen Presseleuten beobachtet, weil wir im Anschluss
auch gleich die angekündigte Pressekonferenz hatten. Danach sind wir ins
Hotel zurück, wo ich mich gleich mal in den Pool geschmissen habe.
Freitag bin ich sehr gespannt in die Halle
gefahren. Mein Motorrad war sehr gut vorbereitet und sah wie immer ganz
schick aus. Das Training war schwer. Ich war in Gruppe 3 und die Strecke
war für uns schon ziemlich kaputt, so richtig mit vielen tiefen Rillen!
Im Pflichttraining war ich Fünfter und das war dann auch ganz o.k. Die
Show war in der Dortmunder Halle wieder der blanke Wahnsinn.
Ich war im dritten Vorlauf und bin gut vom Start weg und gleich als
Zweiter in die erste Kurve eingebogen. Nach dem Waschbrett bin ich nach
innen auf die linke Seite gefahren und konnte den kleinen Doppel nicht
springen. Damien Plotts hat aber den
Fehler gemacht und ist nach dem Sprung genau auf meiner linken Seite
gelandet. Ich dachte nur: „Toll“ erstes Rennen, 2. Kurve und das Aus in
aussichtsreicher Position liegend. Ich merkte gleich, dass mein Daumen
kaputt war und der Unterarm völlig taub. Ich bin sofort zum Klinikmobil gelaufen und da wurde das auch bestätigt.
Sie haben mir alles eingegipst und ich bin zurück ins Hotel gefahren.
Heute morgen war ich nochmals in der Klinik zum Check. Auch wenn die
Rennen für mich gelaufen sind, werde ich nicht heimfahren. Ich weiß,
dass viele meiner Fans einen weiten Weg gemacht haben. Nun möchte ich
sie nicht enttäuschen, mich mit ihnen trotzdem treffen und selber
wenigstens noch zuschauen. Werde ich mich also erst am Montag in
Frankfurt in die BG Klinik begeben.
Ich habe schon gehört, dass das gestrige Finale wahnsinnig war. Nun bin
ich gespannt auf den heutigen Abend.
Euer

P.S.: Auf
meinem neusten
Foto
habe ich auch gleich noch ein bisschen Metall aus der Vergangenheit in
meinem Unterarm wieder gefunden =). Da ist das mit dem Daumen doch
eigentlich harmlos... Gratis dazu: 208
Fotos
aus der Kamera von
Heidi Sanz!
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Collin bei den grünen Männchen ...
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Hallo Freunde,
ich musste eine Woche warten, bis erst die Fleischverletzung vom Sturz
geheilt war, um dann den gebrochenen Daumen "reparieren" zu lassen. Nun
bin ich gestern, vorsorglich gleich nüchtern, also OP-tauglich ohne
Speis und Trank, in die Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik nach
Frankfurt gefahren und habe mich direkt auf der mir bestens bekannten
Station A 4 angemeldet. Nüchtern deshalb, weil man ja nie weiß, was so
ein Besuch bringt und ob eine Narkose schon auf mich lauert.
Den Chefarzt Herrn Dr. Winkle, der Arzt meines Vertrauens und der
einzige, der meine Hände operieren darf, den kann ich nur wärmstens
empfehlen. Und dann ging alles sehr schnell: Labor und EKG, wo man sich
über meinen niedrigen Puls von 47 gewundert hat und dann ab zur
Horror-Verkleidungs-Show! OP-Hemd, Einweg-Unterwäsche,
OP-Kompressionsstrümpfe, ein Mützchen usw. - halt das große Programm für
einen kleinen Daumen! Und eine Tablette gab’ s noch. Etwa zur
Beruhigung??? Als ob ich mit so einem kleinen Knochenbruch nicht schon
meine Erfahrung hätte. Wenn ich 2 Hände frei hätte und gutes
Handwerkzeug aus dem Baumarkt, dann würde ich glatt so etwas selber
reparieren =). Doch dann ging es auch schon ab durch die Katakomben zur
OP. Wie durch eine Babyklappe wurde ich an die grünen Marsmenschen durch
die Luke gereicht. Aber ich passte mit meiner Verkleidung dort auch gut
ins Team, schmunzelte ich. Nun lasst mal die Party beginnen, waren meine
letzten Gedanken, bevor ich mich ergab.
Dann konnte ich aber doch einiges lernen. Der Arm wurde betäubt durch
eine Spritze knapp unterm Schlüsselbein. Mit Strom wurde der Nerv, der
zum Daumen führt, gesucht und dann ebenfalls mit einer Spritze lahm
gelegt. Das Leben entwich daraufhin aus dem Arm. Bei der OP selbst wurde
meine Sicht auf' s Geschehen durch eine Trennwand verhindert. Und das
trotz meines Protestes, denn ich wollte ja für das nächste Mal lernen!
Also habe ich den Worten der Ärzte gelauscht und das war
hochinteressant. Hmmm, nun glaube ich, mit den Werkzeugen eines
Heimwerkers wäre ich doch nicht weit gekommen. Ging alles ziemlich fix
vonstatten. Der Arm war noch 5 Stunden danach taub, aber auch
anschließend hielt sich der Schmerz in Grenzen. Ich habe noch eine
Tablette bekommen und gut geschlafen.
Heute hat sich Dr. Winkle das Wunderwerk
noch angeschaut und eine nur ganz kleine Schiene angelegt. Was man alles
schon so macht. Einfach mit ein paar Drähten, Platten und Edelschrauben
wird wohl inzwischen schon fast alles zusammengeschraubt. Es ist nach
und nach so viel Edelmetall in meinem Körper, da müsste das ja
eigentlich schon zu einer Wertsteigerung meines ICH’s geführt haben =),
oder? Jedenfalls darf ich ohne Rettungsring bald nicht mehr ins
Schwimmbad. Die Probleme auf Flugplätzen an den Metalldetektoren kenne
ich ja schon.=)
Heute ist
noch Ruhetag angesagt, aber morgen geht’s schon mit Krankengymnastik
los. Also, wem es derzeitig auch so geht, der kann an mich denken, wenn
geklöppelt wird. Ich habe auch ein Bild
vom Kunstwerk des Herrn Doktors. Wahnsinn, aber so bin ich bald wieder
auf meinem Moped und das ist mir das Wichtigste!
Viele Grüße
Euer

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